Herbst in Polen mit Thomas

Was macht man bloß, wenn man zwei Wochen Zeit hat und keine Idee?

Man kommt selbstverständlich auf blöde Gedanke ... ich hab mir gedacht, fahren wir dort wo jetzt auf keinen Fall Leute sind und wo man sich irgendwas angucken kann, Wetter egal, Schlafen im Auto, Essen im Auto.

 

Am besten nur den Tag, wo man wieder zurückfahren kann, festlegen und ansonsten sich im wahrsten Sinne des Wortes etwas in der Gegend treiben lassen. 

Nachdem ich Thomas angerufen habe, hat er zu so einem Plan sofort ja gesagt, was anderes hätte mich sehr gewundert :)

 

Die Reise hat uns insgesamt bis zur polnische Baltic-Küste gebracht und war sehr spannend mit sehr vielen Eindrücken, zufälligen Treffen, sehr interessante Leute, absolut menschenleere Gegenden und top Wetter und das mittendrin in Europa, kaum zu glauben.

 

Die Reise hat auf jeden Fall tiefer Spuren hinterlassen, so dass wir bis heute bei jedem Treffen darüber reden und eine Wiederholung ist bereits in Planung.

 

 

Geschlafen wurde zwischen den Feldern, auf den Wiesen, mit da drin im Wald und wo es nur bloß geht und bisschen ruhig ist mit schönen Blick auf die Landschaft.

Einige Bilder zeigen, was wir alles erlebt und gesehen haben.

Viel Spaß beim anschauen!

Über die kleinsten Straßen gelangen wir an die Oder, Grenzfluss mit Polen. Hier haben wir uns einen kleinen Grenzübergang ohne jegliche Kontrollen gesucht, 5 km später, sehr günstig voll wieder getankt und ab in die Richtung Küste.

An der polnischen Küste angekommen fanden wir absolut leere Strände und keine Touristen oder andere Leute mehr. Es war nur ein einziges Restaurant noch offen, leider (oder Gott sei Dank) zu viel Zeit am schönen Strand verbracht, so auch dieses Lokal, letztendlich bevor wir was kaufen konnten, zugemacht hat.

 

Somit waren wir auf uns selber gestellt.

Die Stadt war absolut leer! Somit haben wir uns entschlossen,  auf einem Parkplatz mitten in der Stadt zu übernachten.

 

Es ist schon ein komisches Gefühl in einer Stadt auf dem Parkplatz zu schlafen und die gesamte Nacht weder Leute noch kein einziges Auto zu hören.

Ein "schabowy" darf bei einem Polen Besuch selbstverständlich nicht fehlen für beide Portionen mit Salat haben wir umgerechnet neun Euro bezahlt

 

Und dann auf Umwegen ging's nach sieben Tage langsam, auch über Schotterpisten, Felder und unbeschrieben a Pisten wieder nach Hause.

Ich hätte nie gedacht, dass diese Reise so schön und interessant wird.

300 m von der Grenzkontrolle und Zollkontrolle ist mir leider buchstäblich das Licht ausgegangen.

Es war etwas ungünstig, weil wir circa 60 l Sprit zu viel hatten und gehofft haben, nicht angehalten und kontrolliert zu werden.

Die Beamten schauten aber neugierig, was wir denn da unter der Motorhaube alles im Dunkel zusammen wickeln und haben uns einfach nur durchgewunken, wahrscheinlich aus Mitleid. 

ha ha ha ?

Zusammengefasst war das eine der besten, kurzen Reisen, was ich in Europa je gemacht habe.

Wir könnten alles selbst bestimmen, wohin es geht wann, wie.

Wir würden nie gestört und überall herzlich willkommen. Wir hatten Natur bis über die Ohren. Bis auf wirklich ganz kurzer Strecke Autobahn sind unsere Autos fast nur im leichten Geländer gewesen, was aber absolut in Ordnung und ausreichend war. Ich werde diese Reise unverändert wahrscheinlich wiederholen und ich hoffe, dass das Wetter genauso schön wird.

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