Im Herbst 2025 haben wir uns entschlossen, zwei Wochen mit dem Landcruiser durch schottisches Highland zu fahren,. Einige Campingplätze wurden angefragt oder bereits gebucht. Aber um diese Jahreszeit waren auch nicht alle gut zu erreichen. Erstaunlicherweise sind die meisten Campingplätze auch im Spät Herbst oder sogar im Winter geöffnet und nehmen die Gästen auf.
Allerdings ab und zu haben wir auch in kleinen ländlichen Hotels zwecks Wäsche und duschen übernachtet. So eine hybrid Reise ist leicht zu organisieren und dann zu bewältigen ohne jeglichen Stress
Und wie immer, schottland, enttäuscht, nie. Wunderbares Wetter, Herbstfarben ohne Ende, Lichtverhältnisse zum Fotografieren. Abgesehen von den super netten Leuten, die wir getroffen haben. In dieser Zeit ist dort nicht viel los. Somit ist man fast alleine unterwegs. Auch die kleinen Straßen sind gut mit LandCruiser zu befahren.
Da England nicht mehr in EU ist, muss man unbedingt Vorderreise ein Visum elektronisch beantragen wie auch ein Pass mitnehmen.
Direkt beim Start habe ich einen großen Fehler gemacht, war innerlich überzeugt, dass ich auch mit einem Personalausweis auf die Insel komme und wir sind direkt an der Fähre abgewiesen. Die Frau hatte ein ganz lustiges Gesicht. Sie hat einfach nicht geglaubt, dass jemand heute noch sowas vergessen kann, ich bin aber an ohne Grenzen une deswegen hab ich mir da keine Gedanken gemacht. Nun habe ich fürs Leben gelernt. Das hat uns sehr viel Zeit, bei meiner Frau Nerven und bei mir etwas Geld gekostet.
Kurz gesagt, wir müssten zurück nach Hause, um den Pass zu holen und dann wieder am nächsten Tag konnten wir wieder eine Kabine, diesmal luxuriös, Commodore buchen.
Als kurzes Info, diese Buchung lohnt sich auf jeden Fall, der Preis beinhaltet Essen und eine Flasche Wein, viel Platz, zwei Fenster und Fernsehen sowie kostenloses Internet. Wenn man das alles einzeln bezahlen würde dann müsste man beim weiten viel mehr insgesamt dafür zahlen.
Beim nächsten Mal werde ich den Pass nicht vergessen, aber auf jeden Fall auch Kommodore – Kabine buchen.
Auf dieser Weise konnte ich die Laune von den Reisenden wesentlich verbessern :), meine Frau damit seeehr zufrieden und wir hatten eine tolle Überfahrt, ich kippe fast eine halbe Nacht an der Scheibe und beobachtete die Offshore Stationen und vorbeifahren der Schiffe. Der Himmel war klar, die Luft war kalt und duftete nach Salz.
Am nächsten Tag gut ausgeschlafen nach einem hervorragenden Frühstück in einem speziellen Bereich für Commodore Gäste :) erfolgte eine Grenzkontrolle, Zollkontrolle, Dokumentekontrolle und nun konnten wir bis nach Schottland schnell losfahren. Das Wetter war absolut spitze. Der Dieselpreis war geringer als auf dem Festland. Wir haben noch etwas eingekauft und unser nächstes Ziel, schottische Grenze anvisiert.
Und dann fuhren wir zügig nach Norden durch unglaubliche Landschaften beim besten Wetter.
Wie genossen unserer Freiheit und fotografierten jeder kleinste Ecke, Fluss und Baum. Der Weg zur nächsten Übernachtung war unser Ziel. Es ist einfach schön, wenn man sich nur bloß Zeit nimmt ohne Druck und einfach so fast sinnlos durch die Gegend fährt.
Im November muss man immer daran denken, dass es sehr schnell und früh dunkel wird. Deswegen sämtliche Übernachtungen müssen noch bei Tageslicht gesucht werden sonst wird es hier schwierig. Dafür sind die Sonnenuntergänge und die Lichtverhältnisse am Abend einfach atemberaubend. Mit einem Becher Kaffee in der Hand, lässt sich das am besten genießen. Schlafen kann man überall :)